finding ways feat. claudia black
Nachtrag

Auf meinem Spaziergang bin ich beim Aussichtspunkt vorbeigekommen. Wie soll ich sagen... plötzlich hatte ich das Bedürfnis, genau da und genau in diesem Mondlicht ein wenig zu meditieren. Dass das nicht lange dauern konnte, war mir klar: Die Kälte würde meine Konzentration bald stören, vor allem die von unten. Trotzdem habe ich mich hingesetzt, auf den Mond ausgerichtet, und ein paarmal tief durchgeatmet. Nur aufs Knarren meines Ledermantels zu lauschen, wenn ich ein- und ausatmete, war gar nicht einfach. Wieviele Gedanken sich da in den Kopf stehlen!
Da beschloss ich plötzlich, eine kleine gedankliche Reise zu Menschen zu machen, die mir gerade im Moment ganz besonders viel bedeuten. Seltsamerweise hat die Reise bei M. angefangen - kein Wunder, wenn ich gerade vorher in sein Werk vertieft war. Ihm habe ich schöne Träume gewünscht, "direkt durch deine Augen in deinen Kopf hinein". Meinem Gefährten habe ich einen Kuss auf die Wange gedrückt und gesagt, dass ich ihn liebe - er sass in meiner Vorstellung noch am Computer, wohingegen alle anderen, die ich besuchte, schlafen gegangen waren - Nils wollte ich auch schöne Träume wünschen, aber er wollte mich nicht in seinem Kopf. Da bin ich zurückgewichen und habe ihm nur einen Kuss auf die Stirn gedrückt. Meiner Schwester konnte ich wieder schöne Träume wünschen, "direkt durch deine Augen in deinen Kopf hinein", und meiner Mutter, die gerade am Bettrand sass, wünschte ich innere Ruhe.
An der Stelle nahm ich - wie soll ich sagen - viel Energie auf, die negativ war. Ich glaube, die kam ein bisschen von den Sorgen all jener unter den Besuchten, die es gerade nicht einfach haben. Ich brauchte eine Reinigung, wollte die Energien gezielt ableiten.
Und atmete schwarzen Rauch aus.
Und atmete silbriges Mondlicht ein.
Immer und immer wieder.
Nach etwa fünfmal aus- und einatmen ging mein Atem stark und tief, ich glühte förmlich von innen (gefühlt), Rauch kam keiner mehr. Energie strömte in mich herein und ich gab sie der Umgebung wieder und die Umgebung gab sie wieder mir. Ah, ich habe das ein paarmal auf dem Heimweg wachgerufen und es hat so gutgetan! Ich habe dem Mond, der Erde, den Sternen für dieses Erlebnis gedankt. Einfach so "Danke", "vielen Dank" gesagt. Mehr braucht es gar nicht, es kam ja aus allertiefstem Herzen. Ah, hat das gutgetan - ich bin jetzt noch dankbar!

Ich glaube nicht, dass ich eine eigentliche schamanische / astrale / wie auch immer man es nennen möchte - Reise gemacht habe, sondern das wirklich "nur" Gedankenausflüge zu den Einzelnen waren. Das reicht ja auch. Irgendetwas ist passiert, irgendwie sind diese Energien bei mir angekommen und irgendwie konnte ich sie dahin abgeben, wo sie am ehesten wieder neutral werden können. Das ist - sozusagen irgendwie - die Hauptsache. Und daneben war es phantastisch zu erleben, wie dieser Energieaustausch mit der Natur wohltuend, reinigend und einfach wunderwunderschön sein kann.
24.1.09 14:21
 


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